Mehr als nur der BVB: Fußball in Dortmund

„Willkommen in der Fußball-Hauptstadt“, begrüßt Dortmund seine Gäste gerne. Doch was steckt wirklich dahinter? Ist Dortmund wirklich die Hauptstadt des deutschen Fußballs und der Fußballkultur? Oder überstrahlt Borussia Dortmund dann doch irgendwie alles?

Beides stimmt.

Natürlich ist der BVB in Dortmund alles überragend. Doch wenn du mit dem Zug nach Dortmund kommst, begrüßt dich gegenüber vom Hauptbahnhof zuerst das Deutsche Fußballmuseum. Denn auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) war bei der Suche nach einem Standort für sein Museum der Ansicht, dass der Fußball und Dortmund zueinander passen wie - auf gut Ruhrdeutsch gesagt - Arsch auf Eimer*.

Borusseum, Stadionführung und Fanwelt: Alles dreht sich um Borussia Dortmund

Stadion Rote Erde mit Blick auf den Signal Iduna Park
© Hans Jürgen Landes Stadion Rote Erde vorm Signal Iduna Park.

Strobelallee 50. Wenn du dich für die Geschichte, Gegenwart oder einfach nur für Fanartikel von Borussia Dortmund interessierst, gib genau diese Adresse in dein Navi ein. Dein Ziel: der Signal Iduna Park. Hier bekommst du alles, was das schwarz-gelbe-Herz begehrt. Das Borusseum, der große BVB-Fanshop „Fanwelt“ sowie das Stadion Rote Erde - mehr Borussia als hier geht nicht.

Das Deutsche Fußballmuseum: Weltmeister, Pokale und Geschichte

Frontansicht des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund.
© DORTMUNDtourismus Die Schatzkammer des deutschen Fußballs.

Gleich gegenüber vom Hauptbahnhof kannst du ganz tief in die Geschichte des deutschen Fußballs eintauchen. Das Deutsche Fußballmuseum erzählt dir alles über die Entwicklung des Fußballs in Deutschland. Du kannst in die Erfolge der Nationalmannschaft eintauchen und dich wie ein Weltmeister von 1954, 1974, 1990 und 2014 fühlen. Du kannst dich aber auch als Fußballkommentator versuchen.

Die Schatzkammer zeigt dir die beeindruckende Trophäensammlung der DFB-Elf. In der Hall of Fame erinnert die Ausstellung an große deutsche Fußballer wie Sepp Maier, Fritz Walter oder Uwe Seeler.

Borsigplatz: Dieser Ort atmet Dortmunder Fußball-Geschichte

Borsigplatz gefüllt mit Borussia Dortmund Fans. Man feiert die Meisterschaft 2012.
© Stefan Reinke Meisterfeier 2012 am Borsigplatz

Epizentrum der Dortmunder Fußball-Historie ist der Borsigplatz in der Nordstadt. Hier wurde in der Gaststätte zum Wildschütz am 19.12.1909 der BVB gegründet. Heute kannst du hier an historischer Stätte eines der Dortmunder Lieblingsgerichte essen: Currywurst mit Pommes

Ganz in der Nähe, im heutigen Hoesch-Park, lag die Weiße Wiese, Borussias erste Spielstätte. Erst Jahrzehnte später zog der Verein in den Süden der Stadt ins neue Stadion Rote Erde und noch später ins Westfalenstadion.

Walk of Fame und Deutsche Fußball-Route: Der Geschichte auf der Spur

Der Fußball liegt Dortmund zu Füßen. Für die Geschichte des BVB gilt das im wahrsten Sinne des Wortes. Zwei Routen führen dich zu Orten der Fußball-Geschichte.

Der Walk of Fame des BVB führt in einem Zickzack-Kurs vom Borsigplatz bis zum Stadion und erinnert in Form von in den Boden eingelassenen Sternen an Meilensteine und wichtige Persönlichkeiten aus der älteren und jüngeren Vergangenheit des Vereins.

Die Deutsche Fußball-Route NRW wurde als Fahrradroute von Aachen bis Bielefeld eingerichtet. Natürlich führt in Sachen Fußball kein Weg an Dortmund vorbei. Acht Stationen der Route befinden sich in Dortmund.

Selber kicken: Fußball-Golf und Soccer-Hallen

„Grau ist im Leben alle Theorie. Entscheidend is aufm Platz“, wusste schon BVB-Legende Adi Preißler. Wenn du also bei deinem Aufenthalt in Dortmund lieber selber pöhlen* willst, bietet dir die Stadt zahlreiche Möglichkeiten.

  • Fußball-Golf: Nix Schickimicki*, Fußball-Golf kann jeder spielen. Alles, was du brauchst, ist etwas Feingefühl im Fuß. Im Dortmunder Stadtteil Eving (Heimat der BVB-Legenden Michael Zorc, Stefan Klos, Lars Ricken und Kevin Großkreutz) befindet sich der Soccerpark Westfalen.
  • Soccer-Hallen: Die klassischen Bolzplätze sind auch im Ruhrgebiet leider out. Seit den Nullerjahren sind überdachte Fußballplätze im Trend. In Dortmund gibt es gleich drei Soccerhallen, eine im Norden, eine im Süden und eine in der Mitte.

    Hier treffen sich fußballbegeisterte Dortmunder zum Pöhlen in der Halle. Insbesondere im Winter sind die Plätze begehrt.
    www.hallenfussball.de/dortmund
    www.soccer-city-center.de
    www.laola-fussballcenter-dortmund.de
Grau ist im Leben alle Theorie. Entscheidend is aufm Platz.
- Adi Preißler (BVB-Legende) -

Anderen beim Kicken zuschauen: Amateur-Fußball in Dortmund

Ein Glas mit der Aufschrift Dortmunder Kronen. Im Hintergrund ist leicht verschwommen das Stadion Rote Erde und der Signal Iduna Park zu sehen.
© Stefan Reinke Kronen-Bier im Stadion Rote Erde

Wenn du dich von der Klasse des Dortmunder Amateurfußballs überzeugen willst, komm zur Hallenfußball-Stadtmeisterschaft, Deutschlands größtem Hallenturnier für Amateure. An drei Wochenenden ermitteln die Dortmunder Vereine in Vor-, Zwischen- und Endrunde ihren Meister. Die Hallen sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt und rappelvoll*.

Die Finalrunde steht stimmungsmäßig einem Profi-Turnier in nichts nach. Mit Hingabe feuern die Fangruppen ihre Truppen an. Die Spiele auf dem Parkett sind schnell und spannend.

Außerhalb der Halle kicken mit dem ASC 09 Dortmund und dem FC Brünninghausen zwei Dortmunder Vereine immerhin in der Oberliga Westfalen. In der Regionalliga West spielt die U23 von Borussia Dortmund. Die liebevoll „Amas“ genannte zweite Mannschaft des BVB trägt ihre Heimspiele im Stadion Rote Erde aus. Bei den BVB-Fans ist die U23 beliebt, sie hat sogar eigene Ultras, die bei den Heimspielen für herausragende Stimmung sorgen. Viele Zuschauer nutzen die Spiele der Amateure aber auch einfach, um für kleines Geld den BVB spielen zu sehen und dabei gemütlich ein Bier zu trinken.

Signal Iduna Park bei Dämmerung

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* Arsch auf Eimer = Etwas passt ganz genau, exakt | pöhlen = fußballspielen, kicken meist auf Bolzplätzen | Schickimicki = übertrieben modisch | rappelvoll = total überfüllt