Petrikirche Dortmund: Stille und Wunder in der Innenstadt

Mein lieber Scholli*. Watt* ein Anblick. Da kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr raus: In der Petrikirche Dortmund steht eines der größten Kunstwerke, das Dortmund aus dem Mittelalter erhalten geblieben ist: Das goldene Wunder – ein geschnitzter und vergoldeter Flügelaltar.

Wer vor dem Altar steht, muss den Kopf unweigerlich drehen. Denn der Altar ist mit 5,60 m Höhe und 7,40 m Breite ein Kaventsmann. Er ist der größte flämische Altar des Mittelalters und besteht aus zwei Paar Flügeln, die auf und zu geklappt werden können. Der Altar ist ganz klar das Herzstück der gotischen Stadtkirche aus dem 14. Jahrhundert.

Petrikirche Dortmund: Ort der Stille

Die evangelische Kirche St. Petri in der Innenstadt wird als Kontrast zum emsigen Westenhellweg als Raum zum Verweilen, als Ort der Stille und des Gebets genutzt. Im weiten und hellen Kircheninnenraum ein Leichtes. Tageslicht fällt durch große, weiße Fenster hinein. Vom Trubel draußen ist drinnen nichts zu spüren.

Anders als in vielen anderen historischen Kirchen stehen in der Petrikirche Dortmund übrigens keine Sitzbänke. Stattdessen werden Stühle je nach Event flexibel gestellt.

Abwechslungsreiches Programm von Führungen bis Tango-Gottesdiensten

Die Kirche hat sich ein Programm für alle Menschen unabhängig von Kirchen- oder Religionszugehörigkeit auf die Fahnen geschrieben. Neben Gottesdiensten finden hier daher auch Feiern, Meditation und Heilung sowie Kunst-Veranstaltungen statt. Sogar einen Tango-Gottesdienst gibt es.

Außerdem findet jeden ersten Samstag in Monat um 11 Uhr eine Führung durch die evangelische Kirche statt. Dabei führt dann kein Weg am Goldenen Wunder vorbei.


* Mein lieber Scholli = Ausdruck der Verwunderung - positiv wie negativ | watt = was

Petrikirche

Petrikirchof 
44137 Dortmund

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