Parks, Wasser, Wald: Dortmund ist Natur pur

„Das ist aber grün hier!“ Diesen Satz hat wohl schon jeder gehört, der Besuch von außerhalb durch Dortmund geführt hat. Egal, an welchem Aussichtspunkt du stehst: Du guckst auf Bäume und Richtung Süden sogar auf Berge. Denn auch außerhalb seiner Parks ist Dortmund für eine Industriestadt ganz schön grün.

Schon in den späten 1960er-Jahren machte Dortmund auf den hohen Anteil von Grünflächen in der als dreckig verrufenen Malocherstadt* aufmerksam und erfand die „49-Prozent-Wanderung“. Denn knapp die Hälfte der Stadtfläche, betonte man damals stolz, sei grün, nicht grau. Inzwischen ist es noch mehr.

Dortmunds Parks: Platz für Picknick und Spaziergang

Menschen mit angezündetem Grill auf der Wiese im Westpark.
© David Vu Grillen auf der Wiese im Westpark.

Wenn dir der Weg an den Stadtrand zu weit ist, findest du in einem der vielen Dortmunder Parks ein bisschen Ruhe. Hier kannst du spazieren gehen, fotografieren oder ein Picknick machen - und mancherorts auch grillen.

Über das ganze Stadtgebiet verteilt findest du Parks, die so verschieden sind wie die Stadtviertel, in denen sie liegen. Das Angebot reicht vom riesigen Westfalenpark mit dem Fernsehturm über den Fredenbaum mit seinen Grillplätzen, das kleine Stadewäldchen, das in der Innenstadt schlummert, bis zum Westpark, der gleichzeitig Szene-Treff und Ruheinsel für die Bewohner des angesagten Kreuzviertels ist.

Im Rombergpark befindet sich Deutschlands größter botanischer Garten, direkt neben dem Park liegt der Zoo, der früher Tierpark hieß und auch heute noch sehr parkähnlich angelegt ist.

Nicht zu vergessen sind die Friedhöfe, allen voran der Hauptfriedhof, der so groß ist, dass dort im Winter Kinder sogar rodeln dürfen.

Dortmund ist eine Ansammlung von Dörfern mit ein bisschen Stadt in der Mitte.
- Volksmund -

Dortmund und sein Wald: Rückzugsort für Rehe, Eulen und Menschen

Anders als in so manch anderer Großstadt, bist du in Dortmund nicht auf Parks angewiesen, um durchatmen zu können. „Dortmund ist eine Ansammlung von Dörfern mit ein bisschen Stadt in der Mitte“, heißt es. Außer im Grenzgebiet zur Nachbarstadt Bochum zeigt sich der Stadtrand rundherum als ein Gürtel aus Äckern, Pferdekoppeln, Wiesen und Wald. In vielen Dortmunder Stadtteilen ist „gute Landluft“ nichts Außergewöhnliches, wenn die Bauern ihre Felder düngen.

Ob Bittermark, Reichsmark, Niederhofer Holz, Schwerter Wald, Rahmer Wald, Kurler Busch, Oespeler Dorney oder Süggel - der Wald in Dortmund hat unterschiedlichste Bezeichnungen, ist mal groß, mal eher klein. Aber auf jeden Fall ist er immer schön.

Insbesondere die Wälder im Süden der Stadt bieten dir unbegrenzte Möglichkeiten zum Spazierengehen, Laufen oder Wandern. Die Landschaft im südlichen Dortmund ist vom Ardeygebirge geprägt, das an seiner Südseite in Dortmund-Hohensyburg mit steilen Klippen zur Ruhr hin abfällt.

Erholung und Sport am Wasser in Dortmund

Zwei Möwen sitzen auf dem Geländer am Steg des PHOENIX Sees.
© DORTMUNDtourismus PHOENIX See.

Wasser spielt im Stadtbild von Dortmund keine bedeutende Rolle. Aber wenn es dich als Tourist zum Wasser zieht, findest du Möglichkeiten, ein paar schöne Stunden an einem See, am Kanal oder einem Bach zu verbringen.

Mit dem Hengsteysee verfügt Dortmund über einen Anschluss an die Ruhr. Der Dortmund-Ems-Kanal ist Dortmunds Verbinung zur Nordsee und der PHOENIX See ist der neue Hotspot zum Sehen und Gesehenwerden.

Vielfältige Natur auf Industrie-Brachen

Schwarze Seite der Kokerei Hansa. Der Bereich, der für die Koksproduktion wichtig war.
© Hans Jürgen Landes Renaturierung auf der Kokerei Hansa

Spannend ist die Entwicklung auf alten Industriebrachen, die allmählich von der Natur zurückerobert werden. Es klingt paradox, aber gerade die industrielle Vergangenheit der Stadt sorgt dafür, dass sich nun an einigen Stellen die Natur austoben kann. Hier siedeln sich Pflanzen wieder an, finden Tiere wie die Kreuzkröte ein neues Zuhause und verleihen so den Flächen einen ganz besonderen Charme.

Der Bergbau hat dafür gesorgt, dass ganze Teile des Ruhrgebiets einige Meter tiefer liegen als noch vor wenigen Jahrzehnten. Der Stadt Dortmund bescherten solche Bergsenkungen zwei Seen, die nun Refugien für seltene Arten sind und unter Naturschutz stehen.

Wenn du nicht gerade in der unmittelbaren Innenstadt unterwegs bist, wird dir schnell auffallen, wie viel Natur Dortmund zu bieten hat - auch dort, wo du es vielleicht gar nicht erwartest. Es reichen ein paar Bäume im Wohngebiet und schon klopft dich morgens der Specht wach und schickt dich abends der Schrei eines Käuzchens ins Bett.

Schon gewusst?


* Malocherstadt = Arbeiterstadt